Update-Agent

Der Update-Agent ist ein Gerät mit installiertem Administrationsagenten, der für die Verteilung von Updates, die Remote-Installation von Programmen und den Empfang von Informationen über Geräte im Netzwerk verwendet wird. Der Update-Agent kann folgende Funktionen ausüben:

Die Übertragung von Dateien vom Administrationsserver an den Update-Agenten wird über das HTTP-Protokoll oder das HTTPS-Protokoll (wenn die Verwendung von SSL-Verbindungen konfiguriert ist) umgesetzt. Die Verwendung des HTTP- oder HTTPS-Protokolls gewährleistet im Vergleich zum SOAP-Protokoll aufgrund des reduzierten Datenverkehrs eine höhere Leistung.

Geräte mit installiertem Administrationsagenten können manuell vom Administrator oder automatisch vom Administrationsserver zum Update-Agenten bestimmt werden. Eine vollständige Liste der Update-Agenten für die angegebenen Administrationsgruppen wird im Bericht zur Liste der Update-Agenten angezeigt.

Der Gültigkeitsbereich des Update-Agenten ist eine Administrationsgruppe, für die der Update-Agent vom Administrator bestimmt wurde, sowie ihre Untergruppen auf jeder Verschachtelungstiefe. Wurden in der Hierarchie der Administrationsgruppen mehrere Update-Agenten bestimmt, wird der Administrationsagent des verwalteten Geräts mit dem Update-Agenten verbunden, der in der Hierarchie als nächster steht.

Als Gültigkeitsbereich des Update-Agenten kann auch ein Netzwerkspeicherort fungieren. Der Netzwerkspeicherort wird zum Erstellen einer manuellen Auswahl von Geräten verwendet, auf die der Update-Agent Updates verteilt. Die Bestimmung des Netzwerkspeicherorts ist nur für Geräte unter Verwaltung des Betriebssystems Windows.

Wenn die Update-Agenten automatisch vom Administrationsserver bestimmt werden, dann werden die Update-Agenten vom Server anhand der Broadcast-Domänen und nicht anhand der Administrationsgruppen bestimmt. Dies geschieht nachdem die Broadcast-Domäne bestimmt wurde. Der Administrationsagent führt einen Nachrichtenaustausch mit den anderen Administrationsagenten seines Subnetzes aus und sendet dem Administrationsserver Informationen über sich sowie Kurzinformationen über die anderen Administrationsagenten. Auf der Grundlage dieser Informationen kann der Administrationsserver eine Gruppierung der Administrationsagenten anhand der Broadcast-Domänen durchführen. Die Broadcast-Domänen werden dem Administrationsserver bekannt, nachdem mehr als 70% der Administrationsagenten in den Administrationsgruppen durchsucht wurden. Der Administrationsserver durchsucht die Broadcast-Domänen alle zwei Stunden. Nachdem die Update-Agenten anhand der Broadcast-Domänen bestimmt wurden, können sie nicht mehr neu anhand von Administrationsgruppen bestimmt werden.

Wenn die Update-Agenten manuell zum Administrator ernannt wurden, ist eine Zuweisung nur anhand der Administrationsgruppen möglich.

Administrationsagenten mit aktivem Verbindungsprofil nehmen nicht an der Bestimmung der Broadcast-Domäne teil.

Kaspersky Security Center weist jedem Administrationsagenten die eindeutige Adresse für IP-Versand an mehrere Adressen zu, die sich nicht mit anderen Adressen überschneidet. Dadurch kann eine Überschreitung der Netzwerkbelastung vermieden werden, die aufgrund der Überkreuzung von Adressen entstehen könnte. Die Funktion zur Zuweisung von eindeutigen Adressen ist in den Versionen Kaspersky Security Center 10 Service Pack 3 und höher verfügbar. Adressen für IP-Versand an mehrere Adressen, die schon in den vorigen Programmversionen zugewiesen wurden, werden nicht geändert.

Wenn in einem Netzwerksegment oder einer Administrationsgruppe zwei oder mehr Update-Agenten bestimmt werden, wird einer davon aktiv, und die anderen bleiben in Reserve. Der aktive Update-Agent lädt Updates und Installationspakete unmittelbar vom Administrationsserver herunter, die Reserve-Update-Agenten fragen nur den aktiven Update-Agenten nach Updates ab. In diesem Fall werden Dateien nur einmal vom Administrationsserver heruntergeladen und im Weiteren auf die Update-Agenten verteilt. Sollte der aktive Update-Agent aus irgendwelchen Gründen offline sein, wird einer der Reserve-Update-Agenten zum aktiven bestimmt. Der Administrationsserver bestimmt die Reserve-Update-Agenten automatisch.

Der Status eines Update-Agenten (Aktiv/Reserve) wird mittels eines Kontrollkästchens im Bericht des Tools klnagchk angezeigt.

Für die Ausführung des Update-Agenten sind mindestens 4 GB freier Speicherplatz auf der Festplatte erforderlich. Wenn der freie Speicherplatz auf dem Laufwerk des Update-Agenten weniger als 2 GB beträgt, erstellt Kaspersky Security Center einen Vorfall der Ereigniskategorie Warnung. Der Vorfall wird in den Eigenschaften des Geräts im Abschnitt Vorfälle veröffentlicht.

Für die Ausführung von Aufgaben zur Remote-Installation ist auf dem Gerät mit dem Update-Agenten zusätzlicher freier Speicherplatz auf dem Laufwerk erforderlich. Der freie Speicherplatz sollte größer sein als der Gesamtumfang aller zu installierenden Installationspakete.

Für die Ausführung der Aufgabe zur Installation von Updates (Patches) und zum Schließen von Schwachstellen ist auf dem Gerät mit dem Update-Agenten zusätzlicher freier Speicherplatz auf dem Laufwerk erforderlich. Der freie Speicherplatz sollte mindestens doppelt so groß sein wie der Gesamtumfang aller zu installierenden Patches.

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